Flüsterpost e.V. - Unterstützung für Kinder krebskranker Eltern 06131/5548798

Tipps für mich!

 

Falls deine Mama oder Papa an Krebs erkrankt ist,

ist das für dich und die anderen Familienmitglieder

vielleicht nicht gerade einfach

 

Eine Krebserkrankung kann das ganze gewohnte Leben

plötzlich auf den Kopf stellen. Es kann Angst, unsicher und

hilflos machen.

 

Jeder in der Familie geht damit auf seine eigene Weise um und

jeder muss auch erst mal bei sich schauen, wie es ihm damit geht!

 

Wichtig wäre im nächsten Schritt, miteinander über die Situation,

Gedanken und Gefühle zu sprechen, damit jeder vom anderen weiß,

was gerade in ihm vorgeht. Das hilft, damit sich niemand alleine fühlt

und man sich gegenseitig besser helfen kann.

 

 

Der Klick auf den Pfeil bringt dich direkt weiter

Was kann ich für meine erkrankte Mutter, meinen erkrankten Vater tun?

Darf ich auch ausserhalb der Familie über die Erkrankung sprechen?

Ein berühmtes Beispiel für eine erfolgreiche Heilung

Was kann ich für meine eigene Gesundheit tun?

Was kann ich tun, wenn ich Fragen habe?

 

 

 

Was kann ich für meine erkrankte Mutter,

meinen erkrankten Vater tun?

 

Wahrscheinlich hast du selbst schon Ideen, wie du deine

Eltern unterstützen oder ihnen eine Freude machen kannst?
Im Folgenden möchten wir dir noch weitere Anregungen geben.

 

Du kannst sie damit nicht gesund machen, aber

es kann für alle trotzdem sehr hilfreich sein,

mit der schwierigen Situation besser klar zu kommen!

Mit anpacken ist gut! Z.B. beim Aufräumen oder beim

Essen machen helfen.

Aber, vorsicht: Du solltest jetzt nicht ständig die Aufgaben

übernehmen, die sonst die Erwachsenen in deiner Familie

erledigt haben! Das heißt, du darfst auch weiterhin spielen

gehen, dich mit Freunden treffen, Spaß haben und lachen!

Vergiss das nicht!

Wenn du Lust hast, überrasche deinen Vater, deine Mutter
oder beide zusammen einmal, indem du ihnen z.B. ein
schönes Frühstück ans Bett bringst oder etwas malst oder
bastelst, .... Du hast bestimmt auch eine gute Idee!

Frag deine Mutter und Vater einfach, wie es ihnen geht und was du für sie tun kannst.

Es ist oft leichter, wenn man vorher nachfragt, statt sich selbst zu viele Gedanken zu machen, was müsste, was könnte man für den anderen tun!

Wenn dein Vater oder deine Mutter ins Krankenhaus muss, kannst du ihnen ja vielleicht auch etwas sehr Persönliches von dir, wie z.B. dein Lieblingsstofftier, ... mitgeben, damit sie/er nicht so alleine ist.

Du willst deine Mutter oder Vater im Krankenhaus besuchen? Gute Idee! Wahrscheinlich würden sie/er sich

sehr darüber freuen! Aber, frag am besten vorher nach,

ob es recht ist.

Denn, Operation, Bestrahlung und Chemotherapie

können zum Teil so anstrengend sein, dass der Patient

viel Ruhe braucht.

Es ist dann ganz normal, wenn derjenige im Krankenhaus

oder zu Hause oft im Bett liegt und mehr schläft, als sonst.

Ohne, dass du es beabsichtigst, könnte in dieser Situation

zu häufiger Besuch zu anstrengend sein.
Da kann es schon einmal sinnvoller sein, Vater oder Mutter nicht zu besuchen und ihr oder ihm einfach Ruhe gönnen.

Gib deinen Eltern etwas Zeit, selbst mit der Erkrankung

und mit den vielleicht anstehenden medizinischen Behandlungsformen (Operation, Bestrahlung oder Chemotherapie) zurechtzukommen.

Wenn sie jetzt etwas mehr Zeit für sich brauchen, heißt das nicht, dass sie dich weniger lieb haben!!!

Es ist jedenfalls gut und wichtig, Fragen zu stellen, miteinander offen zu reden, statt sich alleine zu viele Gedanken zu machen, weil man dann nur vermuten kann, was für den anderen das Beste, das Sinnvollste wäre.

Trau dich!

Noch ein Tipp!

Wenn du willst, nimm deinen Papa oder Mama etwas häufiger in den Arm? (Du brauchst davor ja keine Angst zu haben, weil Krebs nicht ansteckend ist!)

Sich umarmen, sich zeigen, dass man sich lieb hat, kann gerade in dieser Situation für alle sehr hilfreich sein!

 

Darf ich auch ausserhalb der Familie über die Erkrankung

meiner Mutter oder meines Vaters sprechen?

 

Ja, du darfst!

Die Reaktionen der Menschen darauf können sehr unterschiedlich sein.

Manche sind vielleicht überrascht, ängstlich oder unsicher? Lass dich

davon aber nicht abhalten, offen über all das zu sprechen, was dir wichtig ist!

 

Es kann sehr hilfreich sein, wenn du vorher deinen Eltern sagt, dass du gerne

mit anderen darüber reden willst.

Sprich, wenn du möchtet, mit deiner Lehrerin/deinem Lehrer

in der Schule. Es kann gut sein, wenn sie/er genauer weiß,

wie es dir momentan geht.
Wenn du willst, kannst du ja vielleicht sogar das Thema Krebs

mit der Klasse gemeinsam besprechen?

So könntet ihr auch mit falschem Wissen aufräumen, damit alle mehr über diese Erkrankung und alles, was damit zusammen hängt, lernen!

Du darfst auch mit Freunden über die Erkrankung von

Vater oder Mutter reden.

Es kann aber sein, dass deine Freunde Angst davor haben,

selbst Krebs zu bekommen, weil sie zum Beispiel nicht

wissen, dass Krebs nicht ansteckend ist.
Vielleicht hörst du sogar Freunde oder Mitschüler sagen:

„Oh, wie schrecklich, an Krebs kann man doch sterben!”

Dann kannst du ihnen sagen, dass Krebs nicht

ansteckend ist und sogar oft geheilt werden kann!

 


Kennst du ein berühmtes Beispiel

für eine erfolgreiche Heilung?

Bestimmt hast du schon einmal von dem größten
und schwersten Radrennen der Welt gehört,

der so genannten Tour de France.

In den Jahren 1999 – 2005 hat ein Mann
dieses Radrennen gewonnen, der einige Jahre
zuvor an Hodenkrebs in einem fortgeschrittenen
Stadium erkrankt war. Er wurde vollkommen geheilt
und war über viele Jahre der beste Radrennfahrer
der Welt!

Ja, es ist Lance Armstrong.

 

 

Was kann ich für meine eigene Gesundheit tun?

Beweg dich!
Bei all dem Nachdenken, Grübeln und Reden solltest du vor
allem nicht vergessen, dich körperlich zu bewegen! Es ist

ganz wichtig, auch dem Körper die Möglichkeit zu geben, aktiv

zu sein, sich auszutoben.

Das macht den Kopf frei, stärkt den Körper und deine Abwehrkräfte.

Nimm dir Zeit für dich!

Tu, was dich interesssiert und dir Freude macht. Das kann

helfen, einfach mal an etwas Anderes oder auch an gar

Nichts zu denken und Kraft zu tanken.

Geh raus!

Mach deinen Lieblingssport, Musik oder überleg, wozu du

sonst noch Lust hast.

Suche dir andere,

die auch mitmachen. Das macht meistens noch mehr Spaß!

Achte auf deine Ernährung!

Mit frischem Obst und Gemüse kannst du Vitamine tanken,

die dein Körper braucht, um Krankheiten abwehren zu können.

Viel trinken ist auch sehr wichtig. Trinke nach Möglichkeit auch

viel naturgesüßte Säfte oder Wasser und Tee.

Achte auf deine Gefühle und lass sie raus!

Wie geht es dir gerade? Kannst du dich freuen? Fühlst du dich

traurig, einsam, unsicher, ängstlich, hilflos, wütend?

Alle deine Gefühle sind erlaubt und wichtig!

Hab Mut und lass sie raus. Wenn du z.B. wütend bist, kann sich Austoben sehr helfen! Oder du suchst dir jemand, mit dem du über deine Gefühle sprechen kannst. Das kann sehr erleichtern und du fühlst dich dann damit nicht mehr so alleine.

Lebe trotzdem auch deinen Alltag!

...aufstehen, miteinander frühstücken, in die Schule gehen, zu Mittag essen, Hausaufgaben machen, spielen, lesen, malen, toben, Freunde treffen,...miteinander zu Abend essen, schlafen gehen,...

Das kennst du ja und es ist wichtig, dass du das auch so weiter machst. Es ist wichtig, dass alle Familienmitglieder, soweit es geht, auch ihren Alltag weiter leben. Das kann allen helfen, die vielleicht schwierige Situation, noch besser zu meistern.

Welche Tipps fallen dir selbst noch ein?

Wenn du willst, sag sie uns, wir freuen uns drauf!

Wir könnten deine Tipps in unsere Liste aufnehmen, damit auch

andere was davon haben.

Oder, du malst uns ein Bild, schickst ein Foto, das wir dann auch gerne in die BilderGalerie einstellen können.

Wäre echt super! Herzlichen Dank im Voraus!

 

Was kann ich tun, wenn ich Fragen habe?

Wenn möglich, versuche immer als erstes mit deinen Eltern zu

sprechen. Falls das nicht möglich ist, suche dir Menschen,

denen du vertraust.

Das könnten z.B. sein:

falls deine Eltern getrennt sind, die neuen Partner deiner Elternteile

Geschwister, Cousin, Cousine

Oma, Opa, Onkel, Tante

eine gute Freundin oder ein guter Freund deiner Eltern

deine Lehrerin oder dein Lehrer

deine Freundin oder dein Freund

eine Beratungsstelle, der sich genau mit dieser Situation

beschäftigt und auskennt?

Schau doch mal unter unseren Link-Tipps. Oder, frag'

uns von Flüsterpost e.V. Wir können für dich nachschauen,

welche Möglichkeiten es vielleicht in deiner Nähe gibt.

unsere Galerie oder unser Forum, wo du anderen Besuchern etwas mitteilen oder dich mit ihnen austauschen kannst.

das kostenfreie Sorgentelefon: "Nummer gegen Kummer"

0800 / 111 03 33, erreichbar: Mo - Sa 14:00 - 20:00 Uhr

Natürlich kannst du auch mit uns, dem Flüsterpost-Team sprechen.

Wir sind gerne für dich da!

 

oder bestelle bei uns kostenlose Infomaterialien mit unserem Bestellvordruck

zum Faxen oder per Mail an uns.

 


Konzept | Studie | Auszeichnungen | Presse | Seite empfehlen | Impressum