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So könnten auch andere sehen, was in dir steckt! Trau dich!

 

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Ich freue mich darauf!

 

Und ab hier beginnen die kreativen Beiträge. An oberster Stelle steht immer der Neueste.

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© Kopieren und Verwendung der Bilder und Texte nur nach Rücksprache mit Flüsterpost e.V.

Vorab danken wir euch allen sehr herzlich,

für eure Bereitschaft und euren Mut,

eure Bilder, Fotos und Texte hier zu veröffentlichen!

Eure Werke sind wertvolle Schätze, die uns anregen können,

uns damit auseinander zu setzen oder selbst kreativ zu werden!

     

Gedicht

 

Der Tod kommt oft sehr leise

auf eine ganz besondere Weise

steht er da vor deiner Tür,

als hättest du geschriehen: "Hier".

 

Und plötzlich stehst du vor 'nem Grab,

du weinst und möchtest am liebsten schreien,

du möchtest vergessen, dass es ihn mal gab,

um den Schmerz zu vergessen,

dir ein anderes Leben leihen!

 

Doch irgendwann ist es vorbei,

denn das Leben geht weiter.

Du vergisst nicht, doch du bist wieder frei

von den Schmerzen, die dich quälten,

von der Reue und der Schuld.

 

Doch dann hast du wieder Geduld,

dein Leben zu leben und weiter zu machen,

denn auch, wenn wir die Toten vermissen,

irgendwann muss man wieder lachen.

 

Leonie M., 17 J., 2011

 

Dies ist eine Seite aus unserer Kinderbroschüre

"Mir sagt ja doch (K)einer was!?"

die Janne, 7 Jahre,

für uns bemalt hat! 2011

 

Niedergang einer Burg

Auf einem Berg liegt eine Burg, sie ist groß und stark, scheint unbesiegbar. Der Burgfürst ist ein freundlicher Mann, der von den Bewohnern der Burg geachtet wird. Und auch mit den Fürsten der benachbarten Burgen versteht er sich gut. Immer wieder dient die Burg als Zufluchtsstäte für die Menschen aus der Umgebung. Doch eines Tages beschließen unsichtbare Mächte diese Festung zu zerstören. Sie schleichen sich heimlich in die Köpfe von einigen der Bediensteten. Von nun an ist das Leben auf der Burg nicht mehr so friedlich und die Menschen aus der Umgebung meiden die Festung. Am Anfang sind es zwar nur wenige die Unheil anrichten und sie sind noch sehr vorsichtig, so dass der Burgfürst nicht einmal bemerkt, dass sich etwas in seine Burg geschlichen hat. Doch als immer mehr Unheil auf der Festung geschieht muss der Fürst feststellen, dass ihm jemand schaden will. Mal brechen einige Steine aus der Festungsmauer, ein anderes Mal rennen die Tiere plötzlich frei auf der Burg umher und reißen dabei alles Mögliche nieder. Die unsichtbare Macht hat sich in immer mehr Köpfen festgesetzt, immer öfter geht etwas auf der Burg schief. Und so ruft der Fürst zum Kampf gegen die Übeltäter auf. Seine eigenen Leute kämpfen innerhalb der Burg gegeneinander und das Heer der befreundeten Fürsten nimmt um die Festung herum Stellung auf. Im inneren der Burg entbrennt ein heftiger Kampf. Waffen klirren gegeneinander, schrei sind zu hören und immer mehr Teile der Burg liegen in Schutt und Asche obwohl ein Teil der Truppe des Fürsten ständig mit dem Wiederaufbau der Burg beschäftigt ist. Immer wieder müssen Pausen eingelegt werden, damit die Burg wieder so weit wie nötig aufgebaut werden kann. Doch wie lange soll das gut gehen? Wird die Burg den Kampf in ihrem inneren überstehen können? Oder wird sie vielleicht schon bald in Schutt und Asche liegen, vollkommen zerstört, so wie es die unsichtbaren Mächte wünschen?

Mit "Niedergang einer Burg" meine ich meine Mutter. Immer habe ich sie stark erlebt, und plötzlich ist da ihre Krankheit. Irgendwie ist es, als würde in ihrem inneren Körper ein Kampf ausgetragen. Nora, 18, 2010

 

Mama

 

Ich habe Angst.

Mama, was ist mit dir?

Mama, bleib bei mir.

Gib nicht auf, Mama!

 

Mein stummer Schrei gellt über die Wiesen.

Mama! Mama, ich brauche dich!

Mama, wirst du wieder gesund?

Kämpf weiter Mama, bitte.

 

Tränen rinnen über meine Wangen.

Mama, ich liebe dich.

Mama, geh nicht!

Mama! Mama! Lass mich nicht allein!

 

"Mama" habe ich geschrieben, als es meiner Mutter nach einer Behandlung schlecht ging und sie mit meinem Vater ins Krankenhaus gefahren ist. Den ganzen Tag wurde sie dann untersucht und ich saß daheim ohne irgendetwas zu wissen. Das war fast unerträglich. Nora, 18, 2010

 

 

Verzweiflung

 

Wenn ich noch Tränen hätte,

ich würde sie weinen.

Wenn ich noch eine Stimme hätte,

ich würde schreien.

Wenn ich mich noch bewegen könnte,

ich würde rennen bis mir die Luft wegbliebe.

Wenn mich all das wirklich erreichen könnte,

ich würde zusammenbrechen.

 

Doch so bleibt nichts

als eine unfassbare Leere.

 

"Verzweiflung" beschreibt sehr gut, wie ich mich oft fühle, irgendwie leer und machtlos. Nora, 18, 2010

 

 

 

Verloren

Vor ein paar Jahren erfuhren wir,
Dass Du krank bist, schlecht ging es Dir.
Doch Du kämpftest gegen diese Krankheit an,
Zur Seite standen Dir, Freunde, Kinder und

Dein Mann.

Nie ließt Du Dir nehmen,
Den Mut, die Freude am Leben.
Traf Dich das Schicksal noch so hart,
Stets standest Du anderen zur Seite

mit Rat und Tat.


Dann endlich ging es wieder bergauf.
Denn nie, niemals gabst Du Dich auf.
Du kämpftest tapfer weiter gegen den Tod an.
Denn welch ein Glück, die Behandlung

schlug bei Dir an.

Gesund wurdest Du wieder,
Schlugst den Tod nieder.
Doch Schmerzen hattest Du weiterhin,
Was hatte das für einen Sinn?

 

 

   


Kaum hattest Du die Krankheit besiegt,
Da hat sie Dich gleich wieder gekriegt.
Untersuchungen, Therapie, alles ging von vorne los,
Und wieder war die Hoffnung groß.

Den Kampf gabst Du nie auf,
Wieder musstest Du ins Krankenhaus.
Zuversichtlich glaubten wir wieder,
Den Tod ringst Du schon nieder.

Doch dann brach der Kontakt zu uns ab,
Anscheinend spürtest Du, nahe ist das Grab.
Du wolltest uns nicht leiden seh'n,
Wolltest nicht, dass wir wussten Du musst geh'n.

Wahrscheinlich wolltest Du,dass wir Dich so behalten,
Wie Du warst in alten Zeiten.
Wir alle mochten Dich sehr,
Gehabt hätten wir von Dir gern noch mehr.

Heute stand in der Zeitung geschrieben,
Dass Du so jung bist von uns geschieden.
Der Tod wurde zum Sieger erkoren,
Während Du, tapfer, hast verloren.

Naty, 16.J., 2008

 

"Dieser Text liegt mir sehr am Herzen. Er ist

am 17.12.2008 enstanden, knapp nach dem Tod

meiner Mum." Charly, 14 J.

"Liebe Worte von Julius, einem Freund,

der mich schon seit dem Kindergarten kennt"

Das Licht am Ende des Tunnels ist aus.

Da ist nichts mehr.

Ich steh im Tunnel und weiß nicht, wo vorne,

wo hinten, oben und unten ist.

Die Zeit ist stehen geblieben.

Da ist nichts mehr, woran ich festhalten kann. Ich fühle mich, als würde mein Körper zerspringen. In tausend kleine Teile.

Als würde mein Herz gleich aufhören,

zu schlagen.

Alles dreht sich, ich sehe nichts mehr.

Es ist doch mein Tunnel.

Mein eigener kleiner Weg.

 

Da kommt etwas auf mich zu.

Es ist nicht mehr mein Licht, nicht mehr meine alte Hoffnung.

Aber, es scheint so neu.

Nicht "gut", wie ich es mir gewünscht habe,

nicht wunderschön und glänzend.

Aber neu.

Es ist trüb, nebelverhangen.

Ich kann es immer noch nicht richtig sehn.

Aber, ich spüre, dass es da ist.

Dass ich es irgendwann sehen werde.

Dass daraus ein neues "gut" werden kann.

Es ist so, als würde man auf

einer schmalen Klippe laufen

und einen Stoß bekommen.
Entweder man fällt
oder man hält sich fest.
Fallen ist sehr viel leichter. Ich weiß.
Aber, es lohnt sich doch, festzuhalten.
Irgendwann nach der Klippe kommt das Meer,
das dich ertränkt, umbringt.
Und dann ist man glücklich, festgehalten zu haben.
Weiter gelaufen zu sein.
Trotz Gegenwind.
Trotz allem, was einen wieder stoßen könnte.
Bitte halt dich fest.
Bitte lauf weiter.

Für Charly von Julius, 14. J. , im Dezember 2008
 
 

 

 

             

 

 

Die Klassen 5a und 5b der Martinusschule,

Weißliliengasse Mainz,

setzt sich mit dem Thema "Krebserkrankung" auseinander, Dez. 2008

WENN

Wenn ich sterbe, wenn du stirbst,

verliert die Welt ihren Glanz .

 

Wenn das Große klein wird

und das Kleine groß,

geschieht etwas, was keiner weiß.

Denn, die Welt ist groß,

für die Tiere jedoch klein.

 

Wenn die Welt stirbt, dann ist es geschehen,

alle verfallen in Wut und Traurigkeit.

Die Liebe verfliegt, das Böse gewinnt,

die Guten sterben und jeder ist tot.

 

Wenn der Glaube stirbt, dann stirbt alles,

aber, die Liebe und die Hoffnung zuletzt.

 

Aber, dann bist du da und rettest die Welt.

Denn, du kannst lieben, glauben und

reinen Herzens sein.

Denn, du bist eins mit dir, mit mir und allem.

Denn, du bist die Liebe und die Hoffnung bin ich.

Denn, dies und das, das bist du.

 

Alles wird gut, auch, wenn es nicht so scheint.

 

Und, wenn die Welt zusammen bricht,

verlass dich drauf-

WIR bauen sie wieder auf!

 

Elena Layher,

Kl. 5a der Martinusschule Weißliliengasse Mainz 2008

 

Flüsterpost e.V. dankt ganz herzlich den Schülern, Lehrern und Eltern

der Klassen 5a und 5b für ihre tolle Martins-Spenden-Aktion

im Dezember 2008, bei der sie die Spendensumme von 1.000 Euro

für ihre selbst gebastelten Kunstwerke gesammelt haben!

Anita von Flüsterpost e.V.

hat Info-Materialien mitgebracht.

Sie tauschen Erfahrungen aus,

erfahren viel Neues voneinander

und gehen gemeinsam auf Entdeckungsreise ...

 

"- der Nektar, an dem ich trinke

- der Weg zur Explosion

- die Spirale des Kampfes gegen die Zeit

 

Entstanden in der Zeit, in der die Diagnose Krebs

das Leben von mir und meiner Mutter völlig veränderte!"

Mia, 20 J,. 2007

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