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Wie spreche ich mit Kindern über Krebs?
Worauf kann ich dabei achten?
Es gibt kein Allgemeinrezept, aber wir können uns an
Erkenntnissen der Entwicklungspsychologie orientieren.
Demnach brauchen Kinder bis 3 Jahre vor allem
eine möglichst ruhige, vertraute Atmosphäre |
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mit festen Bezugspersonen |
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und viel Nähe und Körperkontakt. |
Anregungen für das Gespräch mit Kindern
ab ca. 3 Jahre bis ins Jugendalter
Nehmen Sie sich genügend Zeit für Gespräche und körperlichen Kontakt ("Kuschelstunden"), falls das Kind es wünscht / zulässt. |
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Erklären Sie dem Kind, dass Krebs nicht ansteckend ist! |
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Versichern Sie dem Kind immer wieder, dass es geliebt wirdund keine Schuld an der Krankheit trägt!
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Informieren Sie das Kind , dass sowohl Mutter wie auch Vaterdurch / wegen der Krankheit manchmal gereizter und aufbrausenderreagieren können als sonst. |
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Gestehen Sie dem Kind das Recht zu, alle seine Gefühle zu äußern,sei es Angst, Wut, Trauer, ... oder Freude. |
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Ermutigen Sie das Kind, Gefühle nicht nur verbal sondernauch durch Malen, Schreiben, Musizieren, Bewegung,... zum Ausdruck zu bringen. |
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Sprechen Sie mit dem Kind über die Krankheit(Diagnose / Therapie / Verlauf) soweit dies bekannt und möglich ist.Verzichten Sie bei kleineren Kindern auf lange Erklärungen,bevorzugen Sie "kleine Häppchen". |
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Verwenden Sie ggf. hilfreiche altersgerechte Infomaterialienzur Unterstützung, z.B. die Materialien von Flüsterpost e.V.(Bestellvordrucke unter INFOS pdf-dowload) |
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Lassen Sie das Kind das "Tempo" des Informationsflussesbestimmen, indem Sie auf seine Fragen eingehen. |
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Falls Sie sich unsicher sind, was die Informationsweitergabeund -menge an das Kind angeht, lassen Sie sich von dem Leitsatz führen:
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Erlauben Sie dem Kind, sich fürsorglich und hilfsbereitzu zeigen, aber lassen Sie nicht zu, dass es die Rolle eines Erwachsenen annimmt! |
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Geben Sie dem Kind genügend Zeit und bestärken Sie es,sich weiterhin mit seinen Freunden zu treffen (zu spielen) und sichauch über die Krankheit des Vaters oder der Mutter zu unterhalten. |
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Versuchen Sie, eine gewisse Alltagsroutine, als eine Artfester Bezugsrahmen für das Kind, beizubehalten bzw. neu zu organisieren. |
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Suchen Sie sich Freunde, Bekannte, Verwandte (Oma, Opa),die Sie selbst und in der Beziehung zu dem Kind entlasten und unterstützen. |
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Informieren Sie die ErzieherInnen des Kindergartens,die LehrerInnen der Schule über die Erkrankung,falls Sie das Gefühl haben, dass dies für Ihr Kind vorteilhaft wäre. |
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Setzen Sie sich niemals selbst unter Druck, was die Beziehung,die Kommunikation mit dem Kind angeht.Geben Sie sich die Zeit, die Sie brauchen, bis Sie sich öffnen können! |
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Schweigen ist Silber, Reden ist Gold
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Möchten Sie Ihre Erfahrungen weitergeben?
Sie können dies z.B. in unserem offenen FORUM tun,
oder uns direkt ansprechen. Wir würden uns sehr freuen!
Herzlichen Dank und liebe Grüße mit allen guten Wünschen
von Ihrem Flüsterpost-Team
Karin Willmann
Christine Bubholz
Anita Zimmermann
Prof. Dr. Gerhard Trabert